Die Talsperre Bautzen

Sehen Sie sich zunächst ein kleines Video dazu an!

Und hier noch einige Zahlen und Fakten zum Stausee:

Bauzeit: 1969 - 1975
Endgültige Inbetriebnahme 197
Nutzungsziele: Hochwasserschutz, Brauchwasserbevorratung für Fischwirtschaft und Tagebaurestlöcherflutung, Angelsport, Segelsports, ehemals für Kühlwasserabsicherung Kraftwerk Boxberg
Einzugsfläche: 310 km²
Höchstes Stauziel: 169,7 m üNN
Mittlerer Spreezufluss: 2,84 m³/s
Staufläche: 5,78 km²
Stauinhalt bei Vollstau: 48,43 Mill m²
Vorstaunutzung: Sedimentrückhaltung, Fischwirtschaft

Mit der Wasserspeicherung sollte hauptsächlich der Kühlwasserbedarf des Kraftwerks Boxberg abgesichert werden.

In der ehemaligen Spreeniederung lagen die Dörfer Niemschütz und Malsitz, die vor der Flutung größtenteils eingeebnet wurden und dann in den Fluten versanken. Zahlreiche Einwohner wurden mit modernen Eigenheimen im Stadtteil Allendeviertel in Bautzen entschädigt(?) oder konnten solche kaufen(?). Hinsichtlich der finanziellen Seite der damaligen Umsiedlung gibt es unterschiedliche Darstellungen, daher die Fragezeichen.

Bis 1977 lief der sog. Probestau - anschließend wurde der Stausee auch für die Nutzung als Naherholungsgebiet freigegeben und bald tummelten sich auf dem See zahlreiche Segelboote.

Es war bemerkenswert, dass die damaligen Stadtväter das Erholungspotential erkannten und eine großzügige Anlage mit Versorgungsmöglichkeiten, Hygienegebäude, Campingplatz, Bungalowsiedlungen, Finnhütten u.v.a.m konzipierten, die dann schrittweise errichtet wurde.
Das Ganze ist ein Talsperrenkapitel für sich - hier sind zahlreiche Bilder und Informationen zu diesem Thema.

Leider zeigte es sich bald, dass sich die Wasserequalität besonders in den Sommermonaten stark durch die Entwicklung von Blaualgen verschlechterte.
Mit unterschiedlichen Maßnahmen wurde versucht, das Problem zu lösen - im Grunde genommen mit wenig Erfolg.
Im Herbst des Jahres 2017 wurde eine geniale Oberflächenausflussanlage eingebaut. Diese Anlage musste sich im Hitzesommer 2018 bewähren - und das mit duchschlagendem Erfolg. Trotz der monatelangen hohen Temperaturen, der massiven Sonneneinstrahlung verbunden mit einem stetig sinkendem Wasserstand - alles Faktoren, die das Algenwachstum beschleunigen - war fast keine Algenentwicklung zu beobachten.
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