Eine kurze Betriebsgeschichte

Der Ursprung des Betriebes geht auf die Gründung der Siemens Elektrowärme GmbH im Jahre 1922 zurück. damls wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Porzellanfabrik in Neusörnewitz mit der Produktiosn elektrisch beheizter Geräte begonnen.

Schon 1923 wurden von 519 Arbeitern und 298 Angestellten täglich 350 Bügeleisen hergestellt.

Wärend des 2. Weltkrieges wurde die Produktion immer stärker auf den Rüstungsbedarf umgestellt - es wurden Teile für Maschinengewehre und Flugzeugbordausrüstungen hergestellt.

Ab 1942/43 wurde auf der Grundlage von Dokumentationen und Fertigungseinrichtungen der Siemens-Schuckertwerke AG Berlin die Produktion von Kupferoxydul- und Eisenselen-Gleichrichterelementen aufgenommen. Nach Kriegsende wurden die Fertigungseinrichtungen, veranlasst durch die sowjetische Militärverwaltung, teilweise demontiert.

Nach Abschluss der Demontage wurde der Betrieb der Treuhand des Kreises unterstellt und ab November 1945 von Ing. M. Rade geleitet. Durch Enteignung wurde der Betrieb in den volkseigenen Betrieb VEB Elektrowärme Sörnewitz (EWS) umgewandelt.

Schon Anfang 1946 wurde die Fertigung von elektrischen Haushaltgeräten wie Kleinküchen, Wasserkochern, Kochplatten, Bügeleisen, Elektroherden und Großküchengeräten wieder aufgenommen. Im Jahre 1947 wurden beispielsweise wieder 10480 Kleinküchen, 18600 Kochplatten, 7900 Bsügeleisen hergestellt.

Weitere Geräte wurden entwickelt und gefertigt: So z. B. magnetische Spannungsgleichhalter, Gleichrichter für Mittelwellensender mit bis zu 250 KW Sendeleistung, Ladegleichrichter unterschiedlicher Zweckbestimmung, Schnellladegeräte, unterbrechungsfreie Wechselstromversorgungsanlagen, Thyristorwechselrichter.

Das Werk arbeitete auch eng mit Forschungseinrichtungen zusammen.So gelang es beispielsweise in Zusammarbeit mit der Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Bergakademie Freiberg und dem Institut "Manfred von Ardenne" ein hochreines speziell dotiertes Kupfer auf der Basis des inländischen Mansfelder Kupfers für die Fertigung von Kupferoxidul-Gleichrichtern anzuwenden.

In den späteren Jahren wurde im Rahmen von Spezialisierungsvorhaben die Bügeleisenfertigung zur Hauptproduktion. Der Betrieb beschäftigte dann ziemlich konstant 1350 Beschäftigte - die technische Kapazität für die Bügeleisenfertigung betrug jetzt 2 000 000 Stück/Jahr.

Nach der Wende wurde der Betrieb wieder privatisiert und es begann eine wechselvolle Geschichte. Im Oktober 1998 wurde der zur AEG SVS PSS Sörnewitz GmbH umgewandelte Betrieb von der SAFT S.A. gekauft und gehörte dann dem ALCATEL-Konzern. Seit März 1999 gehört die AEG EWS auch zur AEG SVS Power Supply 'Systems Sörnewitz GmbH.

Es scheint sich jetzt nicht mehr viel zu tun in Sörnewitz!
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