Oehna - Ortsteil von Bautzen am Stausee

Oehna ist nördlich der Kreisstadt Bautzen zwischen der Autobahn A4 und dem Stausee Bautzen gelegen. Der Ort ist sehr leicht zu finden: Fliege von Hamburg aus in süd- östliche Richtung, wenn du die ersten 'richtigen' Berge siehst - die Oberlausitz, unter dir eine großen Stausee und vor dir eine turmreiche Stadt - nämlich Bautzen, dann bist du wenige Meter vor Oehna.

Oehna liegt auch am Spreedurchbruch, über den sich die Brücke der Autobahn A4 Dresden-Görlitz spannt. Das untere Bild ist schon fast wieder 'historisch'. Aufgenommen um 1990 war die Brücke noch als DDR-Hinterlassenschaft einspurig. Diese wurde dann später abgerissen und heute überspannt die Spree eine schöne, der Landschaft besser angepasste Brücke mit bogenförmigem Stützgewölbe. Mit diesem Spreedurchbruch verlässt die Spree das oberlausitzer Bergland und geht in die weiten Ebenen über, die sich letztlich bis zur Nord- und Ostsee erstrecken.

Der Ort Oehna liegt ca. 15 m über dem Stauseeniveau, er blieb damit auch nach der Flutung des Stausees 1975 erhalten.

Nicht dass damit bedeutendes Kulturgut erhalten blieb. Das ortsprägende Bauwerk war seit eh und je das große Gut, ein Vierseitenhof. Dieser war keine sehr frühe Gründung, denn für die Landwirtschaft waren die tiefer gelegenen fruchtbaren Böden der Spreeniederung (wo sich jetzt der Stausee erstreckt) natürlich attraktiver, als die welligen Flächen auf dem hier beginnenden Lausitzer Berglandes.

Auf diesem Vierseitenhof wurden noch bis 1992 Kühe gehalten und eine Milchwirtschaft betrieben. Sehr zum Ärger von Einwohnern und Besuchern lief über die benachbarte Straße immer die stinkende braune Brühe aus dem Kuhstall, was in dieser Zeit auch das negative Erscheinungsbild des Orts prägte. Das hat sich inzwischen alles verändert und Oehna ist zu einem sauberen Ort mit gepflegten Wohnhäusern geworden. Die bevorzugte Lage des Ortes am Stausee und auf der ersten Anhöhe des Lausitzer Berglandes mit einem weiten Blick in das anschließende nördliche Tiefland war auch Grund für einige Neuansiedlungen.

Heute harrt dieses inzwischen zur Ruine verkommene Bauwerk seiner Wiederbelebung oder wohl eher seines Abrisses. Bereits vorhandene Projekte wurden aus unterschiedlichen Gründen nicht realisiert.

An zweiter Stelle ist als 'bedeutende Institution' vielleicht der Seesportclub zu nennen, der insbesondere wegen seiner Segellehrgänge, seiner Segelkutter- und Regattaaktivitäten in Ostsachsen ziemlich bekannt ist. Bis etwa 1995 gab es dann noch eine Kinderferieneinrichtung (Seepferdchen), das ehemalige Ferienheim der Wasserwirtschaft, welches seit 2004 von der Familie Seibt bewohnt wird.

Hier wird über eine Übernachtungspension inmitten von Garten- und Baumgrün informiert, von dessen Balkon aus man einen vollen Blick auf den See hat.

Ein Herbstmorgen im Oktober 2005

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