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Die Arbeiter-Wohnungsbau-Genossenschaft 'Einheit'

Die Gründung von Wohnungsbau-Genossenschaften in der DDR war eine Antwort auf den permanent vorhandenen Wohnungsmangel, der zu diesem Zeitpunkt noch auf den 2. Weltkrieg zurückzuführen war (Kriegsschäden, notwendige Eingliederung von Umsiedlern) und der auch in den folgenden Jahrzehnten bis zum Ende der DDR wegen der politisch begründeten extrem niedrigen Mieten nicht behoben werden konnte.

Hinzu kamen relativ hohen Geburtenrate in den Jahren der DDR und vor allem der ständig fortschreitende Verfall von Altbausubstanz. Gegenüber der Rekonstruktion von Altbauten konnten mit dem gleichen Material- und Arbeitsaufwand eine größere Anzahl der bekannten Großbausiedlungen, ab Anfang der 60er Jahre als 'Plattenbauten', gebaut werden. Aber der Wettlauf zwischen Verfall und Neubau wurde nicht gewonnen.

Diese vom Betrieb getragene Arbeiter-Wohnungsbau-Genossenschaft 'Einheit' wurde 1954 gegründet und 1955 konnten die ersten 24 Wohnungen an Betriebsangehörige verteilt werden. Beim Bau wurden von den zukünftigen Mietern im gewissen Maßstab Eigenleistungen erbracht. Das Mietniveau war unvorstellbar niedrig - für 50 Mark Monatsmiete hatte man schon einen für damalige Verhältnisse hohen Komfort.

Übrigens war das Missverhältnis zwischen Miete und Erhaltungskosten ein weiterer nicht unwesentlicher Grund für den Verfall der Altbauten.

In den folgenden Jahrzehnten wurden zahlreiche Wohnblöcke über die Wohnungsbaugenossenschaft errichtet und vergeben.

Die Verteilung der Wohnungen war nicht an eine Parteizugehörigkeit gebunden und in den Häusern wohnten Arbeiter, Angestellte, Direktoren und Ärzte unterschiedslos problemlos zusammen. Durch die relativ schnelle Bereitstellung von Neubauwohnungen konnten auch Fachkräfte aus anderen Gebieten der DDR nach Bautzen geholt werden und für diese die Wohnungsprobleme gelöst werden.

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