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Die Arbeitslohn in der DDR

Aus heutiger Sicht ist es überraschend, mit wie wenig Geld man damals auskommen musste:

1950 war der Durchschnittslohn noch 1,48 Mark und 1956 betrug dieser immerhin schon 2,27 Mark

Während das Durchschnittssparguthaben 1964 noch 485 Mark betrug, so war dieses 1965 'schon' ca. 1000 MDN .

Diesen niedrigen Löhnen standen z. B. niedrige Mieten (im Durchschnitt um 40 Mark /Monat), niedrige Energiekosten und niedrige Fahrtkosten in den öffentlichen Verkehrsmitteln und kostengünstige Ferienaufenthalte gegenüber.

In diesen Jahren waren wohl die gravierendsten Eingriffe in das Familienbudget die Anschaffung eines Fernsehgerätes (ab 2000 Mark ), eines Kühlschranks oder gar eines Waschautomaten. Diese Dinge mussten dann möglichst über Jahrzehnte halten - und oft erfüllten sie auch diese Erwartung.

Die Anschaffung eines Autos war in diesen Jahren eine Investition, die man sich nicht sehr oft im Leben leisten konnte. Die 'Wartezeiten' für einen Neuwagen betrugen über 10 Jahre - ein 10 Jahre alter Gebrauchtwagen war mit etwas Glück aus diesem Grund für den Preis eines Neuen zu erhalten.

In dieser Hinsicht blickte man manchmal mit Sorgen in die Zukunft, wenn man daran dachte, dass auch einmal etwas kaputt gehen konnte, was auch mit viel Geschick nicht mehr selbst repariert werden konnte.

Die Ersatzteilversorgung für die Autos war z. B. so eine Sache. Ich brauchte einmal für meinen Lada ein paar Bremsschläuche. Nach umfangreichen Schriftverkehr mit dem Direktor(!) der Automobilindustrie erhielt ich schließlich nach Monaten eine Zuweisung für diese sicherheitsrelevanten Ersatzteile.

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