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Die Massenbedarfsgüter-Produktion im Waggonbau Bautzen

Nachdem in der DDR die meisten Klein- und Mittelbetriebe schließen mussten kam es zu immer größeren Mangelerscheinungen in Dingen des täglichen Bedarfs. Dem abzuhelfen, wurden die Betriebe verpflichtet, eine bestimmte Produktionssumme an sog. Massenbedarfsgütern zu produzieren.

Im Waggonbau Bautzen erlangte in den 60er Jahren die Produktion von Fernsehantennen und Campinganhängern eine größere Bedeutung. Die Produktion von Campinganhängern wurde unter den Namen 'Bastei' bis in die späten 80er Jahre fortgeführt.

Für die Fertigung wurden eigene Produktionslinien eingerichtet, die eine einigermaßen produktive und qualitätsgerechte Produktion ermöglichten.

Diese Zwangsbeauflagungen der Betriebe konnten aber die Versorgungsprobleme allgemein nicht lösen - so blieben z. B. die 'Wartezeiten' für Campingwagen stets über einem Jahr (Wartezeit= Zeit zwischen Bestellung und Belieferung).

In Hinblick auf diese Probleme zeigte sich ein Mangel der sozialistischen Planwirtschaft - es gab keine wirtschaftlichen Anreize Neues zu entwickeln oder die Produktivität zu steigern - die gegenhaltenden moralischen Anreize, wie Auszeichnungen, Verdienstorden usw. reichten nicht aus, diesen Mangel auszugleichen.

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