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Das Betriebsrestaurant

Das betriebliche Mittagessen, später auch die Frühstücksversorgung hatte in der DDR eine lange Tradition. Schon in den ersten Nachkriegsjahren wurden solche Einrichtungen praktisch in allen Betrieben und Einrichtungen eingerichtet. Sie waren in den ersten Jahren der Nahrungsmittelknappheit eine wichtige Ergänzung zu den rationalisierten Nahrungsmitteln.

Im Waggonbau Bautzen wurde zunächst viele Jahre unter einfachen Verhältnissen gekocht und gegessen. Es gab einen 'unteren' Speisesaal für Kollegen in Arbeitskleidung, der 'obere Speisesaal' sollte den Beschäftigten in Straßenkleidung vorbehalten sein (was aber nicht richtig durchgesetzt werden konnte, schließlich hatte die Arbeiterklasse in der DDR die 'führende Rolle').

Die Preise der Essen waren sehr niedrig, später gab es auch Wahlessen, welche in der DDR-Zeit kaum über 1 Mark kosteten.

Ein ständiges Problem war die Bereitstellung von Besteck. Da auf Dauer nur Alu-Löffel bereit standen, brachte in der Regel jeder Kollege sein eigenes Besteck zu Essen mit.

Im Jahre 1972 wurde im Waggonbau Bautzen ein großes Werkrestaurant mit Kegelbahn, Sauna (die im Ernstfall auch zur Dekontaminierung - Entgiftung genutzt werden sollte), Kühlzellen, separaten Sälen u. A. gebaut. Dieses verhältnismäßig moderne Gebäude wurde dann in den 90er Jahren nach der Wende vollständig weggerissen - für die stark reduzierte Belegschaft war dieses jetzt wohl auch etwas überdimensioniert und finanziell nicht mehr tragbar.

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