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Reisezugwagenbau in Bautzen - bis 1990 ein Hauptbetätigungsfeld

Mit dem Bau von Reisezugwage, die in ihrer Zeit immer den modernsten Stand in Design und Technik verkörperten, ist der Waggonbau in Bautzen wohl am bekanntesten geworden.

Kennzeichnend für die Fertigung war die heute nicht mehr vorstellbare Tiefe in Entwicklung und Fertigung.

Außer Bremsanlage, Drehgestell und der elektrischen Komponenten wurde nahezu alles im Bautzener Werk entwickelt und gefertigt. Das betraf auch solche Baugruppen wie Sitzen, Toiletteneinrichtungen, Puffer, Fenster, alle Holzteile und vieles andere. Erst in den 80-er Jahren erfolgte die Ausgliederung von spezialisierten Baugruppen, wie Fenster, Sitze u.a..

Ein drei-achsiger Abteilwagen der 4. Klasse. Die Inneneinrichtung bestand aus einfachsten Holzsitzen, die Beleuchtung erfolgte über Gaslampen, die nur einen trüben Schein warfen. Eine 'Arbeitsbeschaffungsmaßnahme' war auch das Bremsgeschäft der Züge. Jeder Wagen musste ein Bremserhäuschen haben, in welchen die Bremser auf Pfiffe von der Lokomotive die Handbremsen betätigten, denn die durchgehenden Luftbremsen kamen erst später auf.


Eine Neuerung stellte dieses ganz aus Stahl hergestellte Kastengerippe dar. In dieser Zeit war die Herstellung des Wagenkastens noch reine Stellmacher-/Tischlerarbeit. Die schrägen Seitenwandstreben weisen darauf hin, dass hier schon die Seitenwand zum Tragen heran gezogen wurde - Vorläufer der späteren selbsttragenden Bauweise.


Liegewagen, wie sie im Waggonbau zwischen 1951 und 1953 gefertigt wurden.
In diesen Jahren hatten die Schnellzug-Reisezugwagen noch Faltenbalg-Übergänge an den Stirnwänden. Personenzugwagen hatten keine Übergänge. Die Schaffner mussten sich außerhalb der Wagen an durchlaufenden Tritten von Wagen zu Wagen weiter hangeln.


Reisezugwagen 1960 Ein 1960 für die DR gefertigter Gepäckwagen - hier noch mit der Dach-Aussichtskanzel für den Postbediensteten, damit er rechtzeitig den nächsten Bahnhof ausmachen konnte


B-Wagen 1972 Jetzt wurden seit 10 Jahren Wagen nach UIC-Vorschriften gebaut. Besondere Merkmale u.a.: Ein (damals umstrittenes) hohes Dach, was die Unterbringung von Kanälen und Aggregaten im Dachraum ermöglichte, die heute noch üblichen Gummiwulstübergänge an den Stirnseiten und Drehfalttüren an den Endeinstiegen -
Dieser Wagen des Typs B wurde 1972 für die Deutsche Reichsbahn gefertigt


Wagen für Ägypten 1973 Von Bautzen gingen seit je her Fahrzeuge in alle Welt - hier ein Wagen für die ägyptische Staatsbahn, 1973 gefertigt.


Z-Wagen 1975 Im Waggonbau werden jetzt Reisezugwagen des UIC-Typs Z gefertigt. Diese sind länger, etwas schmäler und haben statt der vorangehenden Drehfalttüren jetzt die leichter zu bedienenden Schwenkschiebetüren, welche in Bautzen entwickelt wurden. Der gezeigte Wagen wurde 1975 gefertigt.


Speisewagen 1995 Die Fertigung von Fahrzeugen für die 'Schwere Schiene' geht (erst einmal) seinem Ende entgegen. Hier einer der letzten Fahrzeuge dieser Art - ein komfortabler Speisewagen für die ungarischen Staatsbahn.

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