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Vollbahn - Triebfahrzeugbau in Bautzen

Die Triebfahrzeuge der 20-er Jahre waren kein Ausbund an Schönheit. Während die links gezeigte 4-achsige Lokomotive schon etwas Design zeigte - Haubenabrundungen, runde Frontfenster - ist die rechts abgebildete Grubenlokomotive wirklich nur eine mit Glattblechen verkleidete Maschine. Niedrige Herstellungskosten und absolute Reparaturfreundlichkeit standen im Vordergrund.


Erster Schienenbus Erster Schienenbus - ein Autobus auf Drehgestellen, gefertigt in den 20er Jahren


Offener Motorwagen

Dieser offene zweiachsige Straßenbahn-Motorwagen macht doch schon einen sehr passablen Eindruck. In diesem würde man selbst heute noch gern eine Stadtrundfahrt unternehmen! Der Einstieg war über die gesamte Wagenlänge sehr bequem möglich.


Triebwagen 1939 Dieselelektrischer Triebwagen - Baujahr 1939


Zweiachstriebwagen 1962

Diese zwei-achsige Triebwagen wurden ab 1962 in Bautzen, später in Görlitz in größeren Stückzahlen für den Nahverkehr bei der Deutschen Reichsbahn gefertigt. Sie besaßen einen liegenden Unterflur-Dieselmotor aus Rosslau mit ca. 200 PS Leistung. Das Drehmoment wurde über eine hydraulische Kupplung, ein mechanisches Elektroschaltgetriebe - später Hydraulikgetriebe aus Dresden - und ein Achsgetriebe an die Räder weiter geleitet. Die Steuerung erlaubte den Betrieb mit Steuerwagen und das Kuppeln mehrerer Einheiten. Mit 'Kosenamen' versehen, war er ein beliebtes Transportmittel für den Kurzstreckenverkehr auf Strecken mit weniger Verkehrsaufkommen.




Mit der Entwicklung dieses vier-achsigen Triebwagens machte der Waggonbau Bautzen 1966 ein Angebot für den Mittelstreckenverkehr an die Deutschen Reichsbahn. Im Bild ist die zweite Entwicklungsvariante zu sehen. Die Triebwagen hatten zwei Unterflur-Dieselmotoren von je ca. 200 PS und sie erreichten eine Geschwindigkeit von ca. 120 km/h. Auch hier kamen zunächst mechanische Elektro-Schaltgetriebe, in diesem zweiten Baumuster schon Hydraulikgetriebe aus dem Turbinenwerk Dresden zum Einsatz. Aufgrund fehlender Bestellungen gingen die Fahrzeuge nie in die Serienfertigung, die gefertigten zwei Baumuster wurden dann als nachts verkehrende Zeitungstransportfahrzeuge genutzt. Sie standen aber noch einige lange Jahre für Sonderfahrten bei der Deutschen Reichsbahn zur Verfügung.

Für die Entwicklung dieses Triebwagens wurde sowohl für Innen- als auch für die Außengestaltung ein externes Designerteam aus Dresden bemüht. Dieses konnte auch die Zustimmung für den allen aerodynamischen Gestaltungsgrundsätzen widersprechenden Dachvorstand an der Stirnseite bei den weniger technik-gebildeten betrieblichen Entscheidungsträgern gegen die Bedenken der Ingenieure durchsetzen. Die Innenraumgestaltung - hier in der 1. Klasse - hingegen war dem Zeitgeschmack entsprechend recht gelungen.

Triebfahrzeuge für die Schmalspur

1938 wurden vier Schmalspurtriebwagen mit der Spurweite 750 an die Deutsche Reichsbahn ausgeliefert. Diese wurden im Netz der Zittauer Schmalspurbahnen, also nach Reichenau/Hermsdorf in Böhmen sowie nach Oybin und Jonsdorf, eingesetzt. Einer dieser Dieseltriebwagen ist im Eigentum des Verkehrsmuseums Dresden erhalten geblieben. Er wurde 1964 von der Deutschen Reichsbahn abgestellt und später ausgemustert.

Am 10. August 2007 wird dieses wertvolle Fahrzeug nun von der Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahn-Gesellschaft wieder in Betrieb genommen.

Und hier die technischen Details:
  • Betriebsnummern: VT 137 322-325
  • Baujahr: 1938
  • Spurweite: 750 mm
  • Achsfolge: B 2
  • Motor: 8-Zylinder-VOMAG aus Plauen
  • Getriebe: Voith (hydraulisch)
  • Leistung: 180 PS
  • Höchstgeschwindigkeit 1938: 60 km/h
  • Höchstgeschwindigkeit seit 1939: 45 km/h
  • Bild dankenswerter Weise zur Verfügung
    gestellt von André Hohlfeld

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