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Die Betriebsgruppe der URANIA - Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse

Die Urania hat eine lange traditionsreiche Vorgeschichte, deren Anfänge auf Alexander von Humboldt zurückgehen. Mit dem Namen 'GESELLSCHAFT URANIA' wurde 1888 durch bekannte Persönlichkeiten des damaligen wissenschaftlichen Lebens die Bildungsgesellschaft gegründet.

Diese Tradition wurde in der DDR 1954 mit der Gründung der 'Urania - Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse' und der Bildung von zahlreichen Betriebsgruppen, wie auch im Waggonbau Bautzen, fortgesetzt.

Als Mitglieder der URANIA-Betriebsgruppe wurden von dem Vorsitzenden solche Betriebsangehörige ausgewählt, die auf Grund von speziellen fachlichen Kenntnissen, aufgrund von privaten Hobbys oder wegen umfangreichen Reiseerfahrungen in der Lage waren, vor Kollektiven ganz gemischter Zusammensetzung interessante Vortäge zu gestalten. Bei der Auswahl der Referenten oder der Auswahl der Themen gab es keine direkten politischen Vorgaben.

Die meisten Vorträge wurden vor Arbeitskollektiven, in Vereinen, in Schulen und bei der Volkssolidarität vor Senioren gehalten. Aber auch im bekannten Bautzener Gefängnis, dem 'Gelben Elend' wurden Vorträge organisiert, kurioser Weise sogar Reisevorträge vor Gefangenengruppen.

Hier einige Beispiele von Vortragsthemen:

Wie diese wenigen Beispiele zeigen, wurde tatsächlich versucht, 'wissenschaftliche Kenntnisse' zu vermitteln. Das dies in der Regel vom 'sozialistischen Standpunkt' aus erfolgte, ergab sich von selbst. Das schloss nicht aus, dass kritisch zur Wirtschaftssituation der DDR Stellung genommen wurde (bei einem Vortrag vor Leitungspersonal des 'Gelben Elends' wurde der Referent im Anschluss gefragt, ob es mit der DDR wirklich so kritisch aussehe, wie im Vortrag ausgeführt).

Für die Durchführung der Vorträge wurden eine kleine Aufwandsentschädigung und die Fahrtkosten erstattet.

In der Stadt Bautzen gab es einen hauptamtlichen Vorstand, der die Vorträge mit organisierte und welcher die Abrechnungen für die Vorträge vornahm. Für die Kollektive waren die Veranstaltungen natürlich kostenfrei.

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