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Der 'Sozialistische Wettbewerb'

Im Kernpunkt war der sozialistische Wettbewerb ein 'Wettbewerb' zwischen Arbeitskollektiven mit dem Hauptziel, die Produktivität der Arbeit zu steigern.

Eine wesentliche Rolle spielte in dieser Hinsicht die Anwendung möglichst vieler 'sowjetischer Arbeitsmethoden'. Das war natürlich mehr oder weniger dem Berichtsgeschick überlassen, denn das was unter Sowjetbedingungen als Neuerermethode verkauft wurde, war hier meist sowieso Standart. Viele damit verbundenen Schlagworte sind vergessen, an einige erinnere ich mich noch: "Meine Hand für mein Produkt", "Sieben Hammerschläge für den Sozialismus", die 'Schnelldrehmethode'Besuch aus der Sowjetunion sowjetischer Dreher (möglichst 1000 m/min Schnittgeschwindigkeit an Drehmaschinen - im Bild links Besuch eines 'Schnelldrehers' aus der Sowjetunion), 'Nullfehlerproduktion', 'Frieda Hockauf Methode', natürlich auch "Erst mehr arbeiten, dann mehr essen" - wohl mit die erste über Adolf Hennecke propagierte Methode. Auch die schönste 'Wandzeitung' wurde teilweise mit bewertet.

Obwohl von den Verantwortlichen mit viel Elan und persönlicher Überzeugung verfolgt, hat die Wettbewerbsbewegung wohl eher propagandistische denn bessere Produktionsergebnisse erbracht. Die Bewegung war eine typische Überlieferung aus alten leninistischen Zeiten und wurde wohl von der Allgemeinheit nie richig ernst genommen. Für diese 'verantwortungsvolle' Aufgabe war ein Büro mit Sekretären vorhanden.

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